Servietten für die Gastronomie richtig auswählen – Praktischer Ratgeber
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Servietten für die Gastronomie richtig auswählen – Praktischer Ratgeber

Napkins Team
20. Januar 2026

Papierservietten gehören zu jenen Produkten, die man „automatisch" bestellt – immer das Gleiche, ohne über Alternativen nachzudenken. Schade eigentlich, denn die richtige Serviette kann den Gästekomfort verbessern, das Image Ihres Betriebs stärken und die Kosten optimieren.

Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Servietten bewusst für Restaurant, Café, Hotel oder Catering auszuwählen. Ohne unnötige Theorie – nur praktische Hinweise.

Warum die Serviettenwahl wichtig ist

Eine Serviette ist eines der wenigen Produkte in der Gastronomie, das jeder Gast in die Hand nimmt. Während mehrerer Minuten beim Essen hat er direkten Kontakt damit. In dieser Zeit beurteilt er die Qualität, sieht eventuelles Branding und verbindet den Eindruck unbewusst mit Ihrem Betrieb.

Eine dünne, raue Serviette kann den Eindruck selbst des besten Gerichts untergraben. Eine dicke, weiche Serviette in einem unscheinbaren Bistro kann positiv überraschen.

Subtil, aber real.

Größe – was wählen?

Cocktailservietten (15×15 cm)

Kleine Servietten für Getränke, Cocktails, Bar-Snacks. Ungeeignet für vollständige Mahlzeiten, aber perfekt zum Schutz der Hände vor kalten Gläsern.

Wo: Bars, Kneipen, Cafés (zu Kaffee und Kuchen)

Lunchservietten (24×24 cm)

Das beliebteste Format in der Casual-Gastronomie. Groß genug für die meisten Situationen, dabei wirtschaftlich.

Wo: Cafés, Bistros, Casual-Restaurants, Hotelfrühstück

Standardservietten (33×33 cm)

Klassische Restaurantgröße. Bietet Komfort bei jeder Mahlzeit – von der Vorspeise bis zum Dessert.

Wo: Restaurants, Hotels, Catering, Events

Lunchformat (33×21 cm)

Wirtschaftliches Format, beliebt bei schnellem Service. Kleiner als Standard, aber funktional.

Wo: Lunch-Lokale, Kantinen, Mensen

Spenderservietten (1/8 Falz)

Gefaltete Servietten für Wand- oder Thekenspender. Hygienisch – Gäste entnehmen einzelne Servietten.

Wo: Fast Food, Food Courts, Selbstbedienung

Lagenzahl – welchen Unterschied macht sie?

Die Lagenzahl ist nicht nur Marketing. Der Unterschied im Gebrauch ist real.

1-lagig – Dünn, wirtschaftlich. Geringere Saugfähigkeit, reißt leichter. Gut für Spender und schnellen Service.

2-lagig – Das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis. Gute Saugfähigkeit und Weichheit. Häufigste Wahl in der Gastronomie. Funktioniert in 90% der Situationen.

3-lagig – Premium-Qualität. Sehr saugfähig und weich. Luxusgefühl. Fine Dining, 4-5-Sterne-Hotels, besondere Anlässe.

Praktische Regel: Servieren Sie Mahlzeiten, die häufiges Händeabwischen erfordern (Rippchen, Burger, Meeresfrüchte) – wählen Sie mehr Lagen.

Papiergewicht (Grammatur)

Die Grammatur (g/m²) gibt die Papierstärke an. Höhere Grammatur bedeutet dickere, strapazierfähigere Servietten.

Die Grammatur beeinflusst auch, wie die Serviette „liegt" – dünnere sind fließender, dickere stabiler auf dem Schoß.

  • 15-17 g/m² – wirtschaftlich, dünn
  • 18-20 g/m² – Standard, gute Qualität
  • 21-25 g/m² – Premium, spürbar dicker

Farbe – weiß oder natur?

Weiße Servietten – Klassiker, passt zu jedem Ambiente. Assoziiert mit Sauberkeit und Eleganz. Dominiert in Fine Dining und Hotels.

Öko-/Naturservietten – Warmer, beiger Ton. Keine chemische Bleichung. Betont natürlichen Charakter. Zunehmend beliebt und akzeptiert.

Farbige Servietten – Rot, Dunkelblau, Grün, Schwarz. Passend zur Corporate Identity. Ideal für thematische Events. Teurer als weiß.

Personalisierung – lohnt es sich?

Eine Serviette mit Logo ist einer der günstigsten Wege zur Markenstärkung. Gäste sehen Ihr Logo während der gesamten Mahlzeit.

Wann es sich lohnt:
Wann vielleicht nicht:

  • Sie haben ein markantes Logo
  • Sie betreiben mehrere Standorte
  • Sie machen Events und Catering
  • Sie wollen sich von der Konkurrenz abheben
  • Sehr kleiner Betrieb mit wenig Gästen
  • Budget ist kritisch
  • Sie testen den Markt

Servietten zum Betriebstyp passend wählen

Fine-Dining-Restaurant:
Café/Bistro:
Fast Food/Food Truck:
Hotelrestaurant:
Event-Catering:

  • Größe: 33×33 cm oder größer
  • Lagen: 3
  • Farbe: weiß oder dezente Töne
  • Optional: dezente Logo-Personalisierung
  • Größe: 24×24 cm
  • Lagen: 2
  • Farbe: weiß, natur oder passend zum Ambiente
  • Größe: Spender (1/8 Falz) oder 24×24 cm
  • Lagen: 1-2
  • Priorität: Funktionalität und Preis
  • Größe: 33×33 cm
  • Lagen: 2-3
  • Logo-Personalisierung empfohlen
  • Größe: abhängig vom Event
  • Lagen: 2-3
  • Personalisierung oft erforderlich

Worauf beim Bestellen achten?

  1. Muster anfordern – Anfassen, entfalten, Qualität prüfen vor großer Bestellung
  2. Zertifikate prüfen – FSC, PEFC für Öko-Optionen
  3. Preise bei verschiedenen Mengen vergleichen – Größere Bestellungen bedeuten niedrigeren Stückpreis
  4. Lieferkosten einkalkulieren – Servietten sind leicht, aber voluminös
  5. Puffer einplanen – Lieber zu viel als in der Hochsaison ohne Servietten

Bedarf berechnen

Einfache Formel:

Tägliche Gäste × durchschnittlicher Verbrauch pro Person × Tage zwischen Lieferungen × 1,2 (Puffer)

Durchschnittlicher Verbrauch:

  • Frühstück/Kaffee: 1-2 Servietten
  • Mittagessen: 2-3 Servietten
  • Abendessen: 3-4 Servietten
  • „Messy" Mahlzeiten (Rippchen, Burger): 4-6 Servietten

Fazit

Die Serviettenwahl ist eine einfache Entscheidung, die Gästekomfort und Betriebsimage beeinflussen kann. Die wichtigsten Punkte:

Es gibt nicht die eine „beste" Serviette – es gibt die beste Serviette für Ihren Betrieb.

  • Größe an Mahlzeitentyp anpassen
  • Lagenzahl passend zum Betriebscharakter wählen
  • Bei höherem Gästeaufkommen Personalisierung erwägen
  • Mit Pufferbestand bestellen

Blog-FAQ

Für Standardrestaurants ist 33×33 cm die klassische Wahl, die Komfort bei jeder Mahlzeit bietet. Für Cafés und Bistros reichen 24×24 cm. Für Cocktailbars eignen sich 15×15 cm.
2-lagig ist der optimale Kompromiss – gute Saugfähigkeit und Weichheit zu vernünftigem Preis, geeignet für 90% der Betriebe. 3-lagig für Fine Dining und Premium-Hotels. 1-lagig für Fast Food und Spender.
18-20 g/m² ist der Qualitätsstandard. Unter 17 g/m² sind Servietten zu dünn und reißen leicht. Über 21 g/m² ist Premium-Segment mit spürbar dickerem Papier.
Formel: Gäste pro Tag × durchschnittlicher Verbrauch × Tage zwischen Lieferungen × 1,2 (Puffer). Durchschnittlicher Verbrauch: Frühstück 1-2, Mittagessen 2-3, Abendessen 3-4, unordentliche Speisen (Rippchen) 4-6 Servietten.
Es hängt von Ihrem Konzept ab. Weiß passt zu klassischem Interieur und Fine Dining. Natürliche Öko-Farben passen zu Betrieben, die Authentizität betonen. Funktional sind sie vergleichbar.
Lohnend bei markanten Logos, mehreren Standorten, Event-Catering oder dem Wunsch, sich von der Konkurrenz abzuheben. Nicht lohnend bei sehr geringem Publikumsverkehr oder knappem Budget.

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